Psychologische Psychotherapie Martina Diefenbacher

  • 1
  • 2
  • 3
"Der Geist ist eine Welt für sich, in der die Hölle zum Himmel und der Himmel zur Hölle werden kann."
John Milton, Das verlorene Paradies (1667)

Die Verhaltenstherapie entwickelte sich Anfang des 20. Jahrhunderts aus dem Artikel des Psychologen J.B. Watson " Psychology as the Behaviorist Views It". Die Wissenschaft des geistigen Lebens wurde dementsprechend  durch eine Wissenschaft des wahrnehmbaren Verhaltens ersetzt. Die daraus hervorgegangene Lerntheorie besagt, dass Verhalten erlernt wird und auch wieder durch neue, angemessenere Verhaltensweisen ersetzt werden kann. Über die Jahrzehnte folgten zahlreiche Weiterentwicklungen. Eine besondere Bedeutung für die heutige Verhaltenstherapie ist hierbei, dass kognitive Elemente integriert werden. Das heißt, dass die Gedanken das Erleben und die Gefühle des Patient/in stärker mit in das zu beobachtbare Verhalten miteinbezogen und bearbeitet werden.

"Wir sind aus solchem Stoff wie Träume sind, und unser Leben ist von einem Schlaf umringt"
 William Shakespeare (um 1611)

Obwohl wir davon ausgehen können, dass es Traumata gibt, seit es Lebewesen gibt haben erst wissenschaftliche Untersuchungen in den letzten Jahrzehnten herausgefunden, dass Traumata zu physiologischen Veränderungen führen und auf diejenigen Gehirnbereiche negative Auswirkungen haben, die das psychische, verkörperte Empfinden des Lebendigsein vermitteln. Traumatherapie soll hierbei helfen, diese negativen Auswirkungen zu verringern oder so zu beheben, dass der/die Patient/in sich wieder lebendig fühlt und gedanklich im Augenblick verweilen kann.

 "I'm so good at the beginning but in the end I seem to destroy everything including myself"
Kiera van Gelder, The Budha and the Borderline, 2010

Zu Beginn der 80er Jahre entwickelte die Amerikanerin Marsha Linehan ein Trainingsprogramm für Patienten/Patientinnen mit einer Borderline Störung. Der/Die Patient/in soll mithilfe einzelner Therapiemodule, die in Einzel- und Gruppensitzungen verrmittelt werden, lernen seine/ ihre Spannungszustände so zu regulieren, dass dysfunktionale Reaktionsmuster und Bewältigungsstrategien nicht mehr aktiviert werden müssen. Neben dem Erkennen der dysfunktionalen Reaktionsmuster werden neue Fertigkeiten (Skills) trainiert und automatisiert.

"Niemand ist eine Insel, in sich ganz; jeder Mensch ist ein Stück des Kontinents, ein Teil des Festlands"
John Donne (1572 - 1631)

Bereits in den 20er Jahren arbeitete man "aus Kostengründen" mit Gruppen bis zu 200 Teilnehmern. Im Laufe der Weiterentwicklung von Gruppen handelt es sich heutzutage in der Psychotherapie um Trainingsgruppen (Skilltraining), interaktionelle Gruppen oder um diagnosespezifische Gruppen. Der Kontakt zu Anderen mit ähnlichen Erfahrungen kann zu Erkenntnissen und Lernerfahrungen führen, die eine Einzeltherapie in dieser Weise nicht ermöglichen würde.
Ich arbeite mit einer Gruppengröße von 3 bis 9 Personen.

"Es ist nicht das Wesen der Liebe, eine Beziehung zu erzwingen, aber es ist das Wesen der Liebe, den Weg zu bereiten"
William Paul Young, Die Hütte, 2007

Die Paartherapie soll dem Paar durch Gespräche die Möglichkeit bieten, mithilfe einer neutralen dritten Person neue Perspektiven zu erkennen und gewaltfrei zu kommunizieren. Das beinhaltet: einander zuhören, ausreden lassen und über das eigene Erleben wertfrei und vorurteilsfrei mit dem Partner/in zu sprechen. Eingefahrene Muster und Missverständnisse sollen aufgedeckt und durch Fragen des Therapeuten/der Therapeutin durchbrochen werden. Ziel ist es, die Stagnation in der Krise zu verändern. Das kann eine Weiterentwicklung als Paar, als auch eine friedliche Trennung bedeuten.

"Gleichmut befähigt zum klaren Blick"
William Butler Yeats ( 1865 - 1939)

Achtsamkeit erlaubt es uns, ein klareres Verständnis bezüglich unserer Person und unseres Leben zu erlangen. Über den Weg der Achtsamkeit erlernen wir, unsere inneren Ressourcen zu aktivieren und unsere Grenzen zu erweitern. Achtsamkeit erlaubt es uns, emotionale Belastungen, Stress-Situationen und unangenehme Lebensumstände vorurteils- und wertfrei annehmen zu können.

Achtsamkeit ist eine Qualität des menschlichen Bewusstseins, ein klarer Bewusstseinszustand, in dem wir sowohl innere als auch äußere Erfahrungen im Augenblick zulassen und wertfrei beschreiben. Alte Gewohnheiten und Automatismen können mit zunehmender Achtsamkeit reduziert werden und durch neues authentisches, selbstbewusstes und situationadäquatem Verhalten ersetzt werden.

"Was hinter uns liegt und was vor uns liegt, sind Winzigkeiten, im Vergleich zu dem, was in uns liegt"
Oliver Wendell Holmes (1809 -1894)

Professionelle Unterstützung kann - auch wenn keine psychischen Beschwerden vorliegen - hilfreich und entlastend sein.Sie kann Lösungsmöglichkeiten bei beruflichen Fragen, Lebens- oder gesundheitlichen Krisen bieten. In diesem Falle wäre Coaching das Mittel der Wahl.

Klärungs, -lösungs- und handlungsorientierte psychotherapeutische Techniken werden angewandt, um den Prozess der Selbsthilfe bei der Entwicklung und Umsetzung eigener Lösungsansätze, neuer Sichtweisen und alternativer Handlungsmöglichkeiten zu erarbeiten. In einem ersten Schritt wird der Grund der Krisensituation analysiert. Im Anschluss daran werden individuelle Lösungswege erarbeitet.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok